Der einfache Weg: Bitcoin als CFD

Um Bitcoin zu kaufen, brauchst du eine Wallet. Das ist eine elektronische Geldbörse. Dort werden deine Bitcoin gelagert. Einige Anleger finden das zu kompliziert.
Sie möchten lieber einen klassischen Broker nutzen. Da Bitcoin immer populärer werden, gibt es eine gute Lösung: CFD-Broker wie AvaTrader oder Plus500 bieten digitale Währungen zum Handel an.

Was sind CFD-Broker?

Unter einem CFD versteht man einen Contract for Difference (Differenzkontrakt).

Das Prinzip lässt sich einfach erklären: Bei einem CFD spekulierst du auf die reine Kursentwicklung. Das kann Long (auf steigende Kurse) oder Short (auf fallende Kurse) sein. Du erwirbst keine physischen Anteile am gewünschten Finanzprodukt. Wenn du einen Aktien-CFD kaufst, erhältst du keine echten Aktien. Spekulierst du mit Bitcoin-CFDs, wird dir kein echter Bitcoin gutgeschrieben.

Vorteile von Bitcoin-CFDs

Viele Anleger möchten nur auf die Kursentwicklung setzen. Hier sind CFDs ein einfaches Anlageinstrument. Du brauchst keine Wallet. Die Kurse richten sich nach den großen Krypto-Börsen. Du kannst dir sicher sein, dass du den aktuellen Tageskurs erhältst. Natürlich kannst du Bitcoin-CFDs 24/7 handeln, nach dem Vorbild der Bitcoin-Marktplätze.

Ein weiterer Vorteil ist die Margin. Das ist eine Sicherheitsleistung, die du beim Kauf hinterlegst. Wenn du einen normalen Bitcoin kaufen möchtest, musst du sofort die volle Kaufsumme begleichen.

Beispiel: Der Muster-Kurs liegt bei 6.000 US-Dollar. Auf einer Krypto-Börse werden genau 6.000 Dollar pro Bitcoin fällig. Sonst kannst du dir keinen Bitcoin leisten. Beim Bitcoin-CFD ist nur die Margin notwendig, die hier bei 5 % liegen soll. Du musst 300 Dollar hinterlegen, um den Bitcoin als CFD zu erhalten.

Mit CFDs kannst du größere Summen an Geld bewegen. Für 900 US-Dollar könntest du dir im oberen Beispiel drei Bitcoin-CFDs kaufen. Steigt der Kurs auf 6.100 US-Dollar, hättest du 300 US-Dollar gewonnen. Beim normalen Bitcoin wären es “nur” 100 US-Dollar. In der Fachsprache wird dieser Effekt als Hebel bezeichnet. Da das Risiko bei den drei Bitcoin-CFDs dreimal höher ist, spricht man von einem 3-fachen Hebel.

Geringe Handelsgebühren

Du brauchst kein großes Konto, um Bitcoin-CFDs zu handeln. Im Schnitt liegt die Margin zwischen 0,5 und 5 %, abhängig von der aktuellen Marktlage. Theoretisch reicht ein Kontostand von 1.000 Euro aus, um einen Bitcoin als CFD zu kaufen. Je nach Broker genügen sogar 300 Euro oder weniger. Das ist jedoch aufgrund des hohen Risikos nicht zu empfehlen. Es droht der Totalverlust des Kapitals.

Auf einer Krypto-Börse werden je nach Tageskurs über 5.000 Euro pro Bitcoin fällig. Nicht jeder Anleger hat solche Summen zur Verfügung. Manche möchten den Handel erst mit niedrigeren Beträgen ausprobieren. Hier sind CFD-Broker eine gute Wahl, da du nur die Margin hinterlegen musst.

So setzen sich die Gebühren zusammen:

  • Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs)
  • Kaufgebühren
  • Rollover-Kosten

Im Normalfall werden keine Kontoführungskosten verlangt. Oftmals wird auf Kaufgebühren verzichtet. Die Broker finanzieren sich meist über den Spread. Als Investor profitierst du von niedrigen Kosten. Möchtest du den Bitcoin-CFD mehrere Tage halten, werden sogenannte Rollover-Kosten verlangt. Das sind die Zinsen, die über Nacht anfallen.

Auf Krypto-Börsen musst du mit Bankgebühren rechnen. Manche Marktplätze erheben pro Transaktion bis zu 0,5 % der Anlagesumme. Unter der Strich sind Bitcoin-CFDs die günstigeren Anlageprodukte. Der einzige Nachteil besteht darin, dass du keine echten Bitcoin erwirbst. Für kurzfristig orientierte Anleger, die höchstens wenige Monate investieren möchten, spielt das keine Rolle.

Hilfreiche Charting-Tools

Die Charttechnik ist bei Anlegern äußerst beliebt. Leider bieten nur wenige Krypto-Börsen gute Charting-Tools. Bei CFD-Brokern verhält sich das anders: Neben den Bitcoin-CFDs stehen auch Indizes wie der DAX zur Verfügung. Hierfür erwarten die Trader professionelle Tools. Deshalb bietet praktisch jeder Broker kostenlose Charting-Tools an.

Tipp: Viele Börsianer handeln über den MetaTrader 4. Das ist eine Plattform fürs charttechnische Trading. Einige CFD-Broker wie AvaTrader verfügen über eine Schnittstelle zu dieser Software. So kannst du den MetaTrader 4 auch für Bitcoin-CFDs nutzen.

Bei CFD-Brokern kannst du ein Stop-Loss-Limit setzen. Wird ein bestimmter Kurs über- oder unterschritten, erfolgt ein automatischer Verkauf. Normale Bitcoin-Marktplätze bieten diese Option meist nicht an. Mit etwas Pech sinkt der Kurs und du erfährst es zu spät. Eine Stop-Loss-Order löst automatisch aus, auch wenn du nicht am PC sitzt.

Welche Risiken sollte ich beachten?

Bei einem normalen Bitcoin verlierst du höchstens das eingesetzte Kapital. Da Bitcoin-CFDs durch die Margin gehebelt sind, kann das Konto hohe Verluste erleiden. Daher solltest du den Hebel nicht zu stark ausreizen.

Beispiel: Der Bitcoin-Kurs sinkt um 100 Dollar. Das ist eine normale Bewegung. Wenn du 10 Bitcoin-CFDs kaufst, würden 100 Dollar im Bitcoin einen Gesamtverlust von 1.000 Dollar bedeuten. Was sollen diese Zahlen sagen? Bei einer Kontogröße von 1.000 Dollar solltest du keine 10 Bitcoin-CFDs kaufen, da das Konto zu schnell pleite wäre. Angemessen sind 0,2 Bitcoin oder weniger. Bei 0,2 Bitcoin läge dein Verlust bei 20 Dollar. Das sind 2 % eines Gesamtkontos von 1.000 Dollar.

Eine Börsenweisheit besagt, dass man höchstens 3 % seines Kontos riskieren sollte. Deshalb sind die 2 % (0,2 Bitcoin-CFDs) absolut im Rahmen, nicht jedoch die 10 Bitcoin-CFDs. (ausgehend von einem 1.000 Dollar Konto)

Bitte beachte, dass die Broker mit eigenen Zahlen arbeiten. Einige bezeichnen die CFDs als Kontrakte oder rechnen mit anderen Werten. Sei also nicht verwirrt, wenn ein Broker von 1000 Kontrakten spricht, aber eigentlich einen normalen Bitcoin meint.

Fazit: Smartes Bitcoin-Trading mit CFDs

Bitcoin-CFDs sind die einfache Alternative zu Krypto-Börsen. Du brauchst keine Wallet oder sonstige IT-Kenntnisse. Zudem punkten die CFD-Broker mit niedrigen Gebühren. Der größte Unterschied besteht darin, dass du keine echten Bitcoin handelst, sondern nur auf die Kursentwicklung spekulierst. Dafür kannst du auch auf fallende Kurse setzen.

Ein Bitcoin als CFD ist ein seriöses Investment. Die Broker werden von der Finanzaufsicht ihres Landes reguliert und unterliegen strengen Regeln. Wer langfristig (mehrere Jahre) investieren möchte, sollte lieber auf echte Bitcoin setzen. Kurzfristig orientierte Anleger sind mit einem CFD-Broker bestens beraten.