Indirektes Investment

Virtuelle Währungen sind ein interessantes Investment. Einige Krypto-Fans glauben sogar daran, dass sie den Euro und den US-Dollar verdrängen könnten. Ob das so kommt, lässt sich schwer beantworten. Du kannst jedoch auf eine positive Entwicklung setzen. Dafür musst du keine echten Bitcoin kaufen. Das sind deine indirekten Möglichkeiten!

Was ist ein indirektes Investment?

Eine direkte Geldanlage ist eine Wallet mit Bitcoin. Dafür meldest du dich auf einem Marktplatz wie Bitcoin.de an. Dort kannst du echte Münzen kaufen.

Manche Anleger möchten keinen Account bei einem Krypto-Portal erstellen. Hier bietet sich ein indirektes Investment wie ein Bitcoin-Zertifikat an. Doch es gibt auch Firmen, die sich z. Bsp. auf Hardware spezialisiert haben. Der Unternehmenserfolg hängt nicht von der reinen Kursentwicklung des Bitcoins ab. Dennoch profitieren sie vom aktuellen Krypto-Boom.

Die besten indirekten Investments im Überblick.

In Schaufeln investieren

Denk an den Goldrausch zurück: Wer brachte es damals zu Reichtum? Nur wenige Goldschürfer konnten Nuggets finden. Die Einzelhändler hingegen machten ein kleines Vermögen. Sie statteten die Goldjäger mit Schaufeln und dem sonstigen Zubehör aus. Das Prinzip kannst du auch auf Bitcoin übertragen.

Neue Bitcoin werden von sogenannten Minern gewonnen. Das sind die digitalen Goldschürfer des 21. Jahrhunderts. Praktisch jeder kann sich am Mining beteiligen. In der Anfangszeit des Bitcoins um 2009 herum war das auch profitabel. Heute lohnt sich das Schürfen für Privatpersonen nicht mehr. Die Strom- und Hardwarekosten fressen den Profit auf.

Große Mining-Firmen konkurrieren gegeneinander. Dafür brauchen sie die neueste Hardware. Hier kommen AMD und Nvidia ins Spiel: Sie liefern die notwendigen Grafikkarten fürs Mining. Der Bedarf an Hardware ist enorm hoch. Moderne Grafikkarten sind nach kürzester Zeit ausverkauft. Da der Bitcoin-Kurs sehr hoch notiert, sollte die enorme Nachfrage anhalten. Du kannst AMD unter der WKN 63186 finden. Nvidia besitzt die WKN 918422.

Info: Das Kürzel WKN steht für die Wertpapierkennnummer. Tipp diese Nummer bei deinem Online-Broker ein, um die Aktie zu finden.

Auf die Kursentwicklung setzen

Eine Bitcoin-Münze ist eine direkte Geldanlage. Es geht auch anders: Du kannst in ein alternatives Finanzprodukt investieren. Hier bietet sich der Bitcoin Investment Trust (WKN A14S73) an. Er bildet die Kursentwicklung des Bitcoins nach. Im Vergleich zur echten Münze brauchst du keine Wallet. Du kannst dir den Trust bequem in dein Aktiendepot legen. Der Kauf läuft wie bei jeder normalen Aktie ab.

Als Alternative bietet Vontobel ein Zertifikat unter der WKN VL3NBC an. Es versucht den Bitcoin-Kurs möglichst genau wiederzugeben. Das schwedische Bankhaus XBT Provider AB verfügt über ein ähnliches Produkt mit der WKN A2CBL5.

Für die langfristige Geldanlage ist das schwedische Zertifikat zu bevorzugen. Vontobel hat die Laufzeit des Wertpapiers auf den 16.07.2018 begrenzt. Somit eignet es sich nur für kurzfristige Investments. Das schwedische Papier hingegen ist auf einen unbegrenzten Zeitraum ausgelegt.

Bitcoin bei CFD-Brokern handeln

Echte Bitcoin sind ein Long-Investment. Das bedeutet: Du gewinnst nur bei steigenden Kursen. Einige Trader möchten auf negative Phasen spekulieren. CFD-Broker wie Plus500 oder eToro ermöglichen den Bitcoin-Handel in beide Richtungen. Wenn der Bitcoin fällt, erhält der Anleger diesen Betrag als Gewinn ausbezahlt.

Ein CFD ist ein spezielles Finanzprodukt. Man spricht von einem Derivat. Was du wissen solltest: Beim CFD-Handel erwirbst du keine echten Bitcoin. Der CFD (Differenzkontrakt) bildet nur die derzeitige Kursentwicklung nach.

Langfristig orientierte Anleger sind mit echten Münzen oder einem Zertifikat besser beraten. Beim CFD-Handel fallen über Nacht oftmals höhere Gebühren an. Deshalb sind CFDs vor allem für kurzfristige Trader geeignet.

Fazit: Indirekt investieren leicht gemacht

Einen Bitcoin-ETF gibt es noch nicht. Der Vorstoß wurde von der US-Börsenaufsicht abgelehnt. Das ist nicht weiter schlimm, da du dir stattdessen ein Zertifikat kaufen kannst. Kurzfristig orientierte Anleger können einfach über einen CFD-Broker wie Plus500 traden.

Generell solltest du die Nachrichten aktiv verfolgen. Steigt eine Firma in das Krypto-Business ein, könnte das für Kurssprünge sorgen. Es reicht bereits aus, wenn Bitcoin als Zahlungsmethode angeboten werden. Bereits jetzt gibt es einige Konzerne, die mit dem Bitcoin ihr Geld verdienen. Dazu zählt die Bitcoin Group (WKN A1TNV9), die den Marktplatz Bitcoin.de betreibt.

Eine breite Streuung der Anlagen ist zu empfehlen. Anstatt nur auf echte Bitcoin zu setzen, kannst du einige Aktien kaufen, die mit Bitcoin zu tun haben. So bist du nicht mehr von der reinen Kursentwicklung abhängig.